20 Jahre ZKB Pionierpreis Technopark

Seit 20 Jahren honoriert die ZKB zusammen mit dem Technopark Zürich Pionierinnen und Pioniere, die den Mut haben, nicht nur an neuen technischen Lösungen zu tüfteln und sie zu perfektionieren, sondern auch die notwendigen Schritte wagen, dass sie als Produkt verkauft werden. Dabei übernehmen sie Verantwortung für Mitarbeitende, die bei ihnen in Lohn und Brot stehen.

Dies möchten wir feiern, indem wir Geschichten, Anekdoten und Erfahrungen zusammentragen, die während 20 Jahren ZKB Pionierpreis Technopark aufgefallen sind.

Geschichten über die Gewinnerinnen und Gewinner der letzten 20 Jahre (Was ist aus ihnen geworden?). Porträts der Jurymitglieder (Was motiviert sie?) und der Verantwortlichen (Was möchten sie bewirken?).

Wir starten diesen Blog an dem Tag, an dem die Top 11 Kandidaten für den ZKB Pionierpreis Technopark 2021 bekannt gegeben werden. Welche Start-Ups es in die Top 11 geschafft haben und was sie grossartiges machen, lesen Sie in diesem Beitrag.

Schön, dass sie vorbeischauen! Eventuell sind Sie ja auch dabei, wenn am 25. August das nächste grosse Geheimnis gelüftet wird, wer den ZKB Pionierpreis Technopark 2021 gewinnt.

Bis dahin wünschen wir viel Spass beim Lesen.

Ihr ZKB Pionierpreis Technopark Team

 

Dr. Emanuela Keller

Von der Preisgewinnerin zum Jurymitglied

Prof. Dr. Emanuela Keller ist die leitende Ärztin der neurochirurgischen Intensivstation am Universitätsspital Zürich. Ihr fortwährendes Streben nach immer wieder neuen und innovativen Behandlungsmethoden hat sie aber auch zur Unternehmerin gemacht. „Ich wollte damals Schlaganfallpatienten besser helfen können und habe neue Behandlungsmethoden gesucht.“ Sie gründete die Fima NeMoDevices im Jahr 2007 zusammen mit Partnern von der ETH Zürich und erhielt 2008 den ZKB Pionierpreis Technopark.

Emanuela Keller und Jürg Fröhlich präsentieren das neue Hirndurchblutungs-Messgerät. Foto von Adrian Baer, NZZ, 19. März 2008

Sie ist überzeugt, dass der volkswirtschaftliche Nutzen von wissenschaftlichen Erkenntnissen nur durch Unternehmertum realisiert werden kann. Aus diesem Grunde ist sie seit zwei Jahren Mitglied der Jury des Pionierpreis. „Beim Pionierpreis engagiere ich mich, um solch neue Entwicklungen zu fördern. Aus dem gleichen Grund bin ich auch Mitglied im Innovationsrat der Innosuisse. Ich habe selbst auch Forschungsgelder erhalten während meiner wissenschaftlichen Tätigkeit und möchte hier etwas zurückgeben.“

Emanuela geniesst aber auch die herausfordernde und kollegiale Atmosphäre in der Jury: „In der Jury ist das Fachwissen sehr komplementär. Es finden konstruktive und respektvolle Diskussionen statt, auch wenn wir nicht immer der gleichen Meinung sind. Dadurch finden wir uns aber am Schluss eigentlich immer.“ Ferner schätzt sie das interdisziplinäre Fachwissen der Jurykolleginnen und -kollegen: „Innovation entsteht, wenn mehrere Disziplinen zusammenkommen. In diesem Sinne habe ich damals auch die NeMoDevices als Neurointensivmedizinerin zusammen mit Spezialisten in der Elektronikentwicklung gegründet.“ 

Video: Unitectra.

Die Firma NeMoDevices heisst inzwischen Luciole Medical und nimmt erst jetzt richtig Fahrt auf, d.h. die Produktion wird langsam hochgefahren. Emanuela erinnert sich noch genau an die Preisverleihung: „Der Preis damals war sehr wichtig für uns. Einerseits bezüglich der Anerkennung und für unser Selbstbewusstsein. Er half aber auch konkret, Investoren zu finden. Generell hat er uns zum Weitermachen motiviert.“ 

In diesem Sinne können wir hoffentlich noch viele weitere Gewinner zum Weitermachen und «Durchbeissen» motivieren.