20 Jahre ZKB Pionierpreis Technopark

Seit 20 Jahren honoriert die ZKB zusammen mit dem Technopark Zürich Pionierinnen und Pioniere, die den Mut haben, nicht nur an neuen technischen Lösungen zu tüfteln und sie zu perfektionieren, sondern auch die notwendigen Schritte wagen, dass sie als Produkt verkauft werden. Dabei übernehmen sie Verantwortung für Mitarbeitende, die bei ihnen in Lohn und Brot stehen.

Dies möchten wir feiern, indem wir Geschichten, Anekdoten und Erfahrungen zusammentragen, die während 20 Jahren ZKB Pionierpreis Technopark aufgefallen sind.

Geschichten über die Gewinnerinnen und Gewinner der letzten 20 Jahre (Was ist aus ihnen geworden?). Porträts der Jurymitglieder (Was motiviert sie?) und der Verantwortlichen (Was möchten sie bewirken?).

Wir starten diesen Blog an dem Tag, an dem die Top 11 Kandidaten für den ZKB Pionierpreis Technopark 2021 bekannt gegeben werden. Welche Start-Ups es in die Top 11 geschafft haben und was sie grossartiges machen, lesen Sie in diesem Beitrag.

Schön, dass sie vorbeischauen! Eventuell sind Sie ja auch dabei, wenn am 25. August das nächste grosse Geheimnis gelüftet wird, wer den ZKB Pionierpreis Technopark 2021 gewinnt.

Bis dahin wünschen wir viel Spass beim Lesen.

Ihr ZKB Pionierpreis Technopark Team

 

Wie kommt man in die Jury?

Im letzten Jahr haben wir zwei neue Mitglieder der Jury des ZKB Pionierpreis Technopark bekommen. Da stellt sich die Frage, wie wir hier vorgehen und wie jemand in den Genuss kommt, in der Jury mitzuwirken. Generell zeichnet sich unsere Jury dadurch aus, dass sie einen hohen Grad verschiedenster Fachexpertisen aufweist, neben den allgemeinen Kenntnissen und Erfahrungen, die man braucht, um ein Start-up auf den Weg zu bringen.

Dies ist vielleicht ein Alleinstellungsmerkmal des ZKB Pionierpreis Technopark, aber wieso ist uns das so wichtig? Nun, generell sollte ein Team, dass sich für einen Jungunternehmerpreis, wie den ZKB Pionierpreis Technopark bewirbt, ihr Projekt so darstellen, dass der „technologische Kniff“, der die Grundlage des Projekts ist, von jedermann, oder zumindest von „technisch-naturwissenschaftlich ausgebildeten“ Personen verstanden wird. So wurde uns ja auch in letzter Zeit immer wieder die Funktionsweise von mRNA-Impfstoffen erklärt und viele von uns haben die Wirkungsweise wahrscheinlich auch verstanden.

Entscheidend ist aber, dass man die Innovationshöhe beurteilen kann, d.h. man sollte verstehen, wie schwer die Realisierung und der Weg zum Produkt ist, welche technischen Risiken es gibt, und vor allem, ob dies wirklich neu ist, oder vielleicht gegenüber konventionellen Ansätzen kaum Vorteile bringt. Wir glauben, dass dies nur jemand beurteilen kann, der sich auch fachlich regelmässig und seit Jahren in dem jeweiligen Bereich bewegt. Um beim Beispiel der mRNA Impfstoffe zu bleiben, muss die Jury unabhängig von den eingereichten Unterlagen beurteilen können, welche Vor- und Nachteile sie gegenüber herkömmlichen Vektor-Impfungen haben, ob es Besonderheiten bei der Zulassung gibt und wie lange hierzu schon Forschung betrieben wurde, bzw. was man bisher für Erfahrungen damit gemacht hat.

Ein Physiker oder Elektro-Ingenieur wird das so nicht ohne weiteres können, genauso wenig wie ein Biochemiker nicht die Neuartigkeit bestimmter Aktuatoren in der Robotik beurteilen kann. Darum setzen wir auf eine breit aufgestellte Fachjury. In diesem Sinne benötigten wir im letzten Jahr Kompetenzen im Bereich Chemie, Materialien und Produktionstechnologien und wir sind sehr glücklich mit Richard Haldimann und Jörg Müller hier zwei sehr kompetente Mitglieder gefunden zu haben, die auch die entsprechende Erfahrung als Unternehmer haben.

Wir finden solche Leute normalerweise über unser Netzwerk und das der bestehenden Jurymitglieder. 

Dr. Jörg Müller

CEO der Arcolor-Gruppe
Verschiedene Verwaltungsratsmandate bei international tätigen Firmen

Schwerpunkte/Kompetenzen

Chemische und Life Science Industrie, Labor-Instrumente für chemische Analytik und Life Science, Internationales Business, Produktentwicklung und Vermarktung 

Was macht für mich ein Pionier aus?

Erkennt und geht neue Wege, ist zielstrebig und lässt sich durch Rückschläge nicht vom Ziel abbringen. 

Dr. Richard F. Haldimann

Head Sustainability Transformation bei Clariant International AG

Schwerpunkte/Kompetenzen

20+ Jahre Erfahrung im Scouting, Zusammenarbeit mit und Inkubieren von Start-ups im Bereich Spezialitätenchemie

Was macht für mich ein Pionier aus?

Pioniere suchen die Herausforderungen dieser Welt und sehen diese als Chance. Sie sind in der Lage diese Chancen mit Überzeugungskraft einfach darzustellen und mit Neugier, Teamarbeit, Kreativität und einem langen Atem zu realisieren.  

 

Wie nehmen Sie ihr erstes Jahr in unserer Jury wahr?

„Der Aufwand ist wirklich enorm, am Anfang alle Dossiers gründlich zu studieren und die entsprechenden Hintergründe zu recherchieren“, sagt z.B. Jörg Müller. „Ich empfinde aber den Austausch im Team sehr wertvoll, vor allem da dort die Projekte von sehr unterschiedlichen Aspekten mit entsprechend diversifizierten Kompetenzen betrachtet werden“. Dem stimmt auch Richard Haldimann zu: „Ich bin und war in einer Vielzahl von Evaluationsgremien, auch mit Bezug zu Start-ups. Eine so geballte fachliche Kompetenz aus unterschiedlichen Bereichen ist mir dort aber noch nicht begegnet.“

In diesem Sinne hoffen wir, noch viele Jahre auf die Fachkompetenz und die unternehmerische Erfahrung von Richard Haldimann und Jörg Müller zählen zu können.